Berge der Welt – Welt der Berge – Aktuelles
« Garmin Oregon 300 – Ein Praxistest im Gebirge Garmin Topo Südtirol » Dolomitentour Tag 1 und 2Auch wenn die Bahn- und Busverbindung in die Sextener Dolomiten hervorragend ist, so zog sich das ganze dann doch ganze 15h hin, bis ich am Pragser Wildsee war. Da ich im Nachtzug wieder mal nicht schlafen konnte, war ich nun schon rechtschaffen müde. Inzwischen hatte auch der angekündigte Regen eingesetzt. Damit war klar das die 850 Höhenmeter Aufstieg zur Seekofelhütte doch kein so gemütlicher Spaziergang würden. Anfangs noch Nieselregen, steigerte sich das dann zu einem Dauerregen mit immer wieder langanhaltenden, heftigen Güssen. Und da die Wolken tief hingen, war ich ständig im dichten Nebel. So sah ich die Hütte dann auch erst kurz bevor ich vor der Tür stand. Auf der kleinen Seekofelhütte herrschte schon reges Treiben und die Wirtin versuchte mir in einem Gemisch aus Italienisch, Deutsch und Englisch klar zu machen, dass mein Lager in einem kleinen Häuschen vor der Hütte aber die Toilette in der selbigen sei. Also ich wieder raus in den Regen. Runde um die Hütte, nix zu sehen. Den Bretterverschlag mit Werkzeugen wird i ja wohl nicht gemeint haben!? Wieder rein und nachfragen. Erst nach einem Blick aus dem Fenster fällt der Frau auf das da im Nebel nichts zu sehen ist. Ich solle mind. 100m den Fahrweg runter gehen, da sei das Lager. Mindestens 100m? Das wird ja immer besser! Ich finde das Häuschen und auch ein Bett und hänge erst mal die nassen Plünne auf. Nun aber was zu essen! Also wieder zur Hütte. Der Gastraum ist brechend voll und laut. Hüttenromantik
Wenigstens gibt es Weizenbier und Spiegeleier mit Speck und Kartoffeln. Und eine nette Unterhaltung mit einem Paar aus Göttingen. Auch die beiden haben so ihre Probleme mit der italienischen Art. Sie kann sich z.B. absolut nicht mit dem typischen “Loch im Boden. Locus anfreunden. Inzwischen habe ich die nötige Bettschwere und gehe auf die Matratze. Auch die anderen Betten sind nun belegt und das Lager voll. Dennoch wird es eine erstaunlich ruhige Nacht. Das Wetter soll ja besser werden. Und obwohl es fast die ganze Nacht regnet, werden wir von Sonnenschein und blauem Himmel geweckt. So mache ich mich dann, nach einem akzeptablen Frühstück auf den Weg in Richtung Seekofel. Hier soll es ja einen relativ leichten Klettersteig geben, den ich mir als moderaten Auftakt der Tour ausgesucht habe. Der “Klettersteig” erweist sich als ca. 60m Passgae mit Sicherung durch Ketten an einer auch ohne diese gut zu begehenden Stelle. Der Rest des Weges ist leicht und erfordert höchstens etwas Trittsicherheit. Dafür entschädigt der Gipfel mit einer herrlichen Rundumsicht und einem tollen Tiefblick auf den Pragser Wildsee. Ich mache mich bald an den Abstieg da ich in der Nähe der Hütte noch etwas besonderes vorhabe. Ich will noch einen Geocache finden. Und dank des Magellan Triton 2000, das icch hier teste, ist der Cache auch schnell im Steinmeer gefunden und geloggt. Sieh hier: http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=081f84d3-6e80-4852-ad1e-cbd371ccf6f4 Dann ging es aber weiter über schöne Wanderwege und die Rossalpe , in ständigem auf und ab. Immer wieder neue beeindruckende Aussichten. Einfach eine tolle Landschaft. Mal ganz unspektakulär und ohne Zwischenfälle lande ich dann auf der schönen Dürrensteinhütte 2040m. Ich erwische sogar ein gemütliches Zimmer und lasse es mir heute gut gehen
Der Beitrag wurde am Montag, den 8. September 2008 um 22:50 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.